Vietnam und Kambodscha – Lebenswelten erkunden

Anreise nach Hanoi und erste Eindrücke

Vietnam- und Kambodscha-Reise,
Bericht 1

Noch nicht all zu lange liegt unsere Reise nach Vietnam und Kambodscha zurück. Einige Reiseberichte sind damals entstanden, aber komplett berichtet haben wir über unsere Reise noch nicht. Corona hat jetzt dazu geführt, dass man genügend Zeit hat, auf viele Reiseerlebnisse zurück zu blicken, dabei darauf wartet, dass es bald wieder wenigsten etwas losgehen kann auf Entdeckertouren. Man hofft darauf, dass möglichst viele Reiseziele noch viel von dem Erlebniswert erhalten haben, den man einmal erfahren konnte – aber man weiß, dass sich durch Corona vieles geändert haben wird, was einmal den Lebensalltag in den bereisten Ländern ausmachte.

Vietnam und Kambodscha gehören zu den Ländern, die recht gut durch die Corona-Krise gekommen sind. Es ist durchaus denkbar, dass diese Länder mit zu denjenigen gehören werden, in denen absehbar wieder gereist werden kann – einige Reiseanbieter werben schon dafür. Wir waren begeistert von all dem, was wir von diesen beiden Ländern auf unserer damaligen Reise mitbekommen haben und können uns durchaus vorstellen, dort wieder unterwegs zu sein.

Und so sind wir einfach hingegangen, haben alte Erinnerungen anhand vieler Fotos und Notizen aufgefrischt, sehen die schon vorhandenen Reiseberichte durch und ergänzen sie etwas, erstellen auch neue – und dann geht es erst einmal anhand von Berichten auf eine erlebnisreiche Vietnam- und Kambodschareise. Gestartet wird über Land vom Norden Vietnams, von Hanoi aus, bis in den Süden nach Ho Chi Minh-Stadt, und von dort aus mit dem Schiff den Mekong hinauf und durch den Tonle Sap See hindurch bis nach Siem Reap, zu den Tempeln von Angkor Wat.

Für uns geht es los, auf eine schon lange geplante Reise nach Ostasien, genauer gesagt nach Vietnam und Kambodscha. Etwa 9.000 Kilometer fliegen wir von Frankfurt nach Bangkok, mit einem Airbus A380 von Thai Airways. In Bangkok erwartet uns ein neuer, riesiger und ziemlich weitläufiger Flughafen – anscheinend werden an verschiedensten Plätzen auf der Welt Großflughäfen tatsächlich auch fertiggestellt, sogar zügig, und sind schnell betriebsbereit.

Zum umsteigen haben wir etwa 90 Minuten Zeit, aber die benötigen wir auch. Lange Wartezeiten an der Sicherheitskontrolle, und endlos lange Laufwege. Wir fliegen weiter nach Hanoi, noch mal gut 1.000 Kilometer. Beim Start in Bangkok sehen wir unter uns zunächst die überfluteten Reisfelder, anschließend wird die Stadt überflogen. Wir haben einigermaßen gute Sicht, und so blicken wir auf unserem Flug unter uns auf Städte, Dörfer, Felder, Flüsse und später auch auf das Hochland.

Der Rote Fluss, den wir beim Anflug auf Hanoi überfliegen, ist jetzt nach der Regenzeit nicht sonderlich rot, sondern eher schlammig braun. Immer besser wird der Blick auf die ersten Reisefelder und kleineren Orte in der Nähe des Flughafens.

Nach der Landung sind auf dem Flugfeld vor allem Maschinen von Vietnam Airlines und einigen wenigen anderen Asiatischen Fluggesellschaften zu sehen. Im Flughafen – auch neu, gerade mal ein paar Jahre alt – folgt eine schnelle Erledigung aller Formalitäten rund um die Einreise. Leider hat einer unserer Koffer auf der Strecke zwischen Frankfurt und Hanoi einen Satz Rollen verloren. Im Flughafen direkt am Kofferband ein Schalter von Vietnam Airlines; die freundliche Dame hilft gleich weiter, informiert Thai Airways, und als wir im Hotel sind, liegt schon eine Info für uns vor – alles bestens erledigt. An den Hinweistafeln auf die Städte merken wir, dass wir angekommen sind – die Schreibweise ändert sich. Hanoi wird zu Hà Nội, Saigon zu Sài Gòn, Halong zu Hạ Long.

Am Flughafenausgang erwartet uns ein netter vietnamesischer Reiseleiter, Thieu Tri Dung, der überraschend gut deutsch spricht, mit einem Phoenix-Schild in der Hand – wir haben unsere Reise beim Bonner Anbieter Phoenixreisen gebucht. Am Flughafen wird schnell noch etwas Geld gewechselt; Währung ist der Dong. Mit wenigen Euro werden wir zu mehrfachen Dong-Millionären, 100 Euro ergeben etwa 2,6 Mio. Dong. Dann geht es mit unserer Mini-Reisegruppe, bestehend aus nur drei Paaren, zu einem Kleinbus, in dem 30 Personen Platz hätten. Jetzt werden wir erst einmal eine Woche eine Nord-Süd-Reise durch Vietnam machen; nach dem Aufenthalt in Hà Nội führt unser Weg bis hinunter in den Süden, von einer eher gemäßigten Klimazone bis hinein in eher subtropische Verhältnisse.

Aber erst ist einmal Hanoi angesagt. Vom Flughafen aus geht es zum Hotel, bereits eine erste Entdeckertour. Der Straßenverkehr wurde uns schon als ziemlich wild angekündigt; außerhalb der Stadt merken wir das noch wenig, aber dann … Ein wildes Gewusel mit tausenden Mopeds und Rollern, die kreuz und quer die Straßen nutzen, zwischen den Autos, Straßenverkäufern und Rikschas hindurch, irgendwie, mit lautem Hupen – aber anscheinend immer gekonnt. Oft fährt der Bus in einem richtigen Pulk, bei dem man staunt, dass alles so sicher abläuft, obwohl – für europäische Sichtweise – völlig ungeordnet und ohne jeglichen Abstand Rad an Rad gefahren wird. Aber die Maßgaben sind anscheinend nicht starre Regeln, sondern Vorsicht und Rücksicht – und alles läuft bestens.

Immer dichter wird die Bebauung und reger das Leben entlang der Straßen, je näher wir der Stadt kommen.

Über unsere Entdeckungen in Hanoi, danach über die spannende Reise durch Vietnam und Kambodscha, wird es viele Berichte geben – Informationen und viele Fotos.

Im nächsten Bericht geht es um das Leben entlang der Straßen, über all das, was wir auf unserer Fahrt vom Flughafen zum Hotel entdecken konnten.

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Jürgen und Biggi sagt:

    Na, da freuen wir uns doch schon auf die weiteren Erlebens-Berichte 😉

    Gefällt 1 Person

    1. BJ sagt:

      Danke für die nette Rückmeldung – wir sind selbst wieder begeistert, wenn wir die „alten“ Fotos ansehen und es kribbelt, wieder dahin zu reisen …

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